Im Jahr 1984 geboren, wuchs ich als drittes von insgesamt vier Kindern, auf einem Bauernhof im wunderschönen solothurnischen Bucheggberg, auf.  

 

Die Thematik Leben, Sterben und Tod hat mich schon damals stark berührt, fasziniert und beschäftigt.

Bereits in meiner Kindheit festigte sich in mir die Überzeugung, dass es ein Leben nach dem Tod gibt und ich malte mir aus, wie dieses wohl aussehen würde.

 

Als ich zirka vierzehn Jahre alt war, entschied sich ein naher Bekannter seinem irdischen Leben ein Ende zu setzen und zurück in die Geistige Welt zu gehen.

Eine Welt brach für mich zusammen.

Erstens, weil ich nicht verstehen konnte, was Menschen bewegt, sich selbst zu töten und zweitens, weil ich hautnah mitbekam, in welchen emotionalen Orkan die Hinterbliebenen in diesem Moment geschleudert werden.

 

Mit 16 Jahren wurde ich dann mit einer etwas anderen Erfahrung bezüglich Sterben und Tod beschenkt. Ich durfte miterleben, wie mein Grossvater, zu Hause in seinem Bett, im Kreis der Familie, seinen aller letzten Atemzug nahm. Ich spürte zum ersten Mal in meinem Leben, wie eine Seele den Körper verlässt und ihre Energie den Raum füllt.

Es sollte eines von meinen prägendsten Erlebnissen sein.

 

Ein/zwei Jahre später, erhielt ich von meiner älteren Schwester ein Buch von einem jungen Mann, welcher darin schildert, wie er mit Verstorbenen kommuniziert und beschreibt, wie er die Geistige Welt wahrnimmt.

Ganz ehrlich (Schwesterherz, falls du das liest, verzeih mir bitte 😉), ich dachte wirklich, die spinnt!

Zu meiner Verteidigung muss ich jedoch sagen, dass ich ein nicht sehr schmeichelhaftes Klischeebild eines Mediums und dessen Arbeit hatte.

Jedenfalls wagte ich dann doch einen Blick in das Buch und musste zu meiner Überraschung feststellen, dass dieses Medium ziemlich bodenständig daherkam und viele Dinge beschrieb, an was ich glaubte und instinktiv spürte.

Ich lies es aber auf sich beruhen und ging der ganzen Sache nicht näher nach.

 

Es vergingen noch viele Jahre in denen ich mich weigerte, mich dieser Seite in mir zu öffnen.

Mein Leben war stark geprägt vom Materialismus. Und auch heute liebe ich es noch in meinem Stammberuf als Biomedizinische Analytikerin mit Zahlen, Fakten, Daten zu arbeiten.  

Aber wie das eben so ist im Leben, je vehementer man sich gegen etwas stellt, was zu einem gehört, desto lauter wird der Ruf dessen.

 

Als ich mit ende Zwanzig an meinem absoluten körperlichen, geistigen und seelischen Tiefpunkt angelangt war, wusste ich, dass ich etwas grundlegend in meinem Leben ändern musste.

Ich lernte nach und nach, die Mauern welche ich um mich errichtet hatte abzubauen, und erneut auf diese leise innere Stimme in mir zu hören. Ich nahm meine Umgebung und Menschen darin nicht weiter nur mit meinen Augen, sondern auch mit meinem Gefühl und meinem Herzen wahr.

Gleichzeitig kam etwas zurück, was ich glaubte längst verloren zu haben. Ich spürte wieder die Anwesenheit der Geistigen Welt und in ihr meine lieben Verstorbenen. 

 

So gelangte ich über Umwege zum Englischen Spiritismus und mein Glaube an ein Leben nach dem Tod wurde auf eine Art gefestigt, welche ich mir nie hätte vorstellen können. Und mit diesem Glaube wuchs auch mein Vertrauen in mich und das Leben.

Ich erlaube mir nun ganz gross zu Träumen und mit der Verwirklichung dieser Träume,  mein Leben so zu gestalten, wie es sich für mich richtig und stimmig anfühlt.  

 

Und nichts anderes wünsche ich mir auch für dich und dein Leben!